Psychotherapie bei Schwangerschaft und Geburt
Schwangerschaft und Geburt sind eine ganz besondere Lebensphase - voller Veränderungen, Erwartungen und neuen Herausforderungen. Viele Mütter und Väter erleben dabei nicht nur Glück und Freude, sondern auch Sorgen, Unsicherheit oder Gefühle der Überforderung.
Es ist wichtig zu wissen: Sie sind damit nicht allein. Etwa 10-15% aller Mütter erleben rund um Schwangerschaft und Geburt seelische Krisen oder psychische Beschwerden. Diese können sich ganz unterschiedlich zeigen - zum Beispiel durch anhaltende Erschöpfung, Ängste, Traurigkeit oder das Gefühl, nicht so zu empfinden, wie man es sich gewünscht hätte.
Oft ist es schwer, mit diesen Empfindungen offen umzugehen. Manche Frauen fühlen sich schuldig oder denken, sie müssten "einfach stärker" sein. Doch das stimmt nicht: Diese Gefühle sind nichts Ungewöhnliches - und sie sind behandelbar.
In einer geschützten, wertschätzenden Atmosphäre unterstütze ich Sie dabei, Ihre Erfahrungen besser zu verstehen und liebevoller mit sich selbst umzugehen. Gemeinsam können wir Wege finden, wie Sie wieder Vertrauen, Zuversicht und innere Kraft gewinnen.
Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit voller Veränderungen - körperlich, seelisch und im gesamten Lebensumfeld. Neben Freude und Vorfreude können auch Unsicherheiten, Sorgen oder Ängste auftreten. Manche Frauen erleben innere Konflikte oder fühlen sich den vielen Anforderungen nicht gewachsen.
In einer psychotherapeutischen Begleitung können wir Raum schaffen für Ihre Gefühle, Fragen und Zweifel. Ziel ist es, Sie zu stärken, Orientierung zu geben und Sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg durch diese Zeit zu finden.
Nach der Geburt
Nach der Geburt können sich sehr unterschiedliche Gefühle zeigen. Viele Mütter (50-70% der Frauen) erleben in den ersten Tagen nach der Geburt den sogenannten Babyblues: Stimmungsschwankungen, häufiges Weinen und innere Unruhe. Diese Phase ist meist vorübergehend und Ausdruck der großen hormonellen und emotionalen Umstellung.
Wenn die Belastung jedoch anhält oder sich verstärkt, kann es sich um eine Wochenbettdepression oder Angststörung handeln. Etwa 10-15% aller Mütter sind davon betroffen - Sie sind also nicht allein. Wichtig ist: Diese Symptome sind keine Schwäche, sondern ernstzunehmende Erkrankungen, die gut behandelbar sind.
Auch die Verarbeitung einer schwierigen oder traumatischen Geburt kann in dieser Zeit sehr wichtig sein. In einem geschützten Rahmen begleite ich Sie dabei, das Erlebte zu sortieren und Gefühle einzuordnen.
In der Therapie können wir gemeinsam Wege finden, mit Überforderung, Ängsten oder Schuldgefühlen umzugehen und wieder mehr Stabilität und Zuversicht in Ihren Alltag zu bringen.
Wochenbett und frühe Mutterschaft
Das Wochenbett ist eine sehr sensible Phase, in der Erholung, Bindung und Neuorientierung im Vordergrund stehen. Neben Freude und Nähe können auch Überforderung, Schlafmangel oder Sorgen belasten. Vielleicht fällt es schwer, eine stabile emotionale Verbindung zum Kind aufzubauen oder das Gleichgewicht im Alltag zu finden.
In der therapeutischen Begleitung biete ich Ihnen einen Raum, in dem Sie offen über Ihre Gefühle, Ängste und Zweifel sprechen können. Gemeinsam schauen wir, wie Sie in dieser intensiven Zeit Kraft schöpfen, innere Balance finden und Vertrauen in Ihre Rolle als Mutter entwickeln können.
UPlusE-Studie
UPlusE (U-Untersuchung für Kinder Plus Eltern) ist ein neues Versorgungskonzept, bei dem Schwangere und Eltern von Gynäkolog:innen und Kinderärzt:innen per Praxis-APP zu ihrem psychischen Befinden und möglichen Belastungen befragt werden. Die begleitende bundesweite UPlusE-Studie untersucht die Wirksamkeit dieses Versorgungskonzepts. Ziel ist es, psychische Erkrankungen vor und nach der Geburt frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Seit Juli 2024 bin ich als Psychotherapeutin Teil des Behandler-Netzwerks.